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Das richtige Schuhwerk

Aus der Broschüre „Das Diabetische Fußsyndrom“ von Dr. med. Karl Zink

 

Alle Patienten mit abgeheilten Fußwunden benötigen spezielle Schuhe.

Hier kommen verschiedene Schuhtypen je nach Risiko und Fußverformung in Frage:

 

Bei Neuropathie und Fußwunden, die nicht an der Fußsohle lagen, kommen so genannte „Diabetesschutzschuhe“ mit einer einfachen Weichpolstersohle zum Einsatz.

 

Bestand eine Wunde an der Fußsohle, wird ein so genanntes „diabetesadaptiertes Fußbett“ hinzuverordnet. Dieses sorgt für eine gezielte Druckentlastung der ehemaligen Geschwürzonen an der Fußsohle oder an Zehenspitzen.

 

Ist ein solcher Schutzschuh nicht mehr passend oder sind Fußanteile amputiert worden, müssen meist orthopädische Maßschuhe angefertigt werden. Wichtig ist, dass der Fuß u. a. im Zehenbereich vollkommen drucklos in Ihren Schuhen untergebracht werden kann, damit kein seitlicher Druck auf den Groß- oder Kleinzehenballen oder auf die Zehen ausgeübt wird. Um dies zu überprüfen, nehmen Sie das Fußbett aus seinem Schuh und stellen Ihren Fuß auf das Fußbett. Jetzt muss nach vorne 1-1,5 cm Platz sein, die Fußränder müssen komplett auf der Bettung stehen.

 

Vorstellung beim Orthopädieschuhmacher

Bei Ihren Routinevorstellungen muss das Schuhwerk überprüft werden und die Versorgung mit Wechselpaaren eingeleitet werden.

 

Lag die abgeheilte Wunde an der Fußsohle, wird der Orthopädieschuhmacher auch immer wieder Innenschuhdruckmessungen durchführen. Hier können Ermüdungen der Polstermaterialien frühzeitig erfasst werden. Bei erneuter vermehrter Schwielenbildung an der Fußsohle kann hiermit auch der verursachende Schuh ausfindig gemacht werden. Regelmäßig muss auch die ausreichende Schuhlänge und -breite überprüft werden.