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Druckentlastung

Aus der Broschüre „Das Diabetische Fußsyndrom“ von Dr. med. Karl Zink

 

Zur Abheilung der Wunden ist die vollständige Druckentlastung enorm wichtig. Nur ein oder zwei nächtliche Besuche der Toilette - ohne Ihr Hilfsmittel zur Druckentlastung - werden dafür sorgen, dass Ihre Wunde sehr verzögert oder im Extremfall gar nicht abheilt.

 

Die verschiedenen Hilfsmittel:

  • Verbandsschuhe bei Wunden, die zwischen oder auf den Zehen liegen oder bei Wunden auf dem Fußrücken
  • Entlastungsschuhe für Wunden an der Fußsohle
  • Fertig-Orthesen (eine Art Plastikstiefel)  
  • speziell für den Patienten angepasste und hergestellte Orthesen
  • Gipsbehandlung

 

Liegt keine Durchblutungsstörung vor, heilen die Fußwunden im Gips (so genannter Vollkontaktgips) am schnellsten ab.

 

Viele Hilfsmittel führen durch die unterschiedliche Höhe der Versorgung zwischen linkem und rechtem Bein zu einem Hinken, welches Rücken-, Hüft-, oder Kniebeschwerden auslösen kann.

 

Daher ist es sinnvoll, einen Schuh der Gegenseite zu erhöhen, um diesen Unterschied in den Beinlängen auszugleichen.

 

Es ist verboten, mit diesen  Hilfsmitteln selbst Auto zu fahren, so dass Sie immer für eine Mitfahrgelegenheit zum Arzt sorgen müssen.

 

Sie sollten sich auch überlegen, welche Hindernisse in Ihrer Wohnung oder auf dem Weg in die Wohnung bestehen. Wer versorgt Ihren Haushalt? Wer geht für Sie einkaufen? Für lange Wege oder Ausfahrten mit den Angehörigen ist evtl. auch vorübergehend ein Rollstuhl sinnvoll; dieser kann auch leihweise für einen bestimmten Zeitraum verordnet werden.