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Polyneuropathie (PNP)

Aus der Broschüre „Das Diabetische Fußsyndrom“ von Dr. med. Karl Zink


Die Nervenschädigung (Polyneuropathie) ruft auf der einen Seite Beschwerden wie Kribbeln, Ameisenlaufen und Schmerzen hervor, auf der anderen Seite führt sie zum Gefühlsverlust und Schmerzverlust.

 

Zur Behandlung der Polyneuropathie sind keine Medikamente verfügbar, die heilend wirken. Lediglich Medikamente zur Linderung der Beschwerden wie Schmerzen, Muskelkrämpfe und Missempfindungen sind verfügbar. Eine frühzeitige Schmerzbehandlung wird empfohlen, da sich sonst ein so genanntes „Schmerzgedächtnis“ ausbilden kann. Manche Patienten profitieren auch von physikalischen Maßnahmen, wie z.B. TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) oder der Hochtontherapie.

 

Durch die Polyneuropathie nehmen Sie auf Ihren Fuß schädlich einwirkende Einflüsse nicht mehr oder zu spät wahr. Hier ist in erster Linie nicht passendes Schuhwerk zu nennen. Haben Sie eine Nervenschädigung, spüren Sie richtig passende Schuhe nicht mehr an Ihren Füßen und Sie kaufen sich Ihre Schuhe meist deshalb 1-2 Nummern zu klein. Hierdurch nehmen Sie das gewohnte Gefühl des Schuhes am Fuß wieder wahr bzw. wird Ihnen die gute Passform vorgetäuscht. Umgekehrt meinen Sie, dass der Schuh mit der korrekten Größe zu groß sei, dass Sie darin umher rutschen oder darin umher schwimmen. Der zu kleine Schuh kann aber jetzt unbemerkt Wunden an Ihrem Fuß auslösen. Besonders folgende Schuhe sind hier als Auslöser für Wunden gefürchtet:

 

  • Hausschlappen und Pantoffeln
  • Schlupfschuhe
  • Gesundheitsschuhe
  • Sandalen, Flip-Flops
  • Schuhe für lose Einlagen
  • zu schmales und kurzes Schuhwerk
  • Sicherheitsschuhe mit Stahlkappen

 

Weitere schädigende Einflüsse sind Hitzeeinwirkungen auf den Fuß, z.B. Wärmflaschenverbrennungen, auch eine unsachgemäße Fußpflege.